HERZLICH WILLKOMMEN AUF DER SEITE DER GRAUZONE E.V.

Statistiken belegen, dass Sexuelle Gewalt in allen Schichten, Kulturen, Lebensbereichen und Institutionen vorkommt. Die Zahlen sind erschreckend hoch. Solche Fälle machen hilflos und schockieren, sind oft fast nicht zu glauben und doch finden sie statt.

In einer so aufgeklärten Gesellschaft dürfte es eine solche Thematik eigentlich nicht geben. Der Mensch ist ein sexuelles Wesen und entwickelt sich diesbezüglich von Geburt an.

Ist diese Entwicklung gestört kann es zu Grenzverletzungen, Übergriffen oder Sexueller Gewalt kommen. Die Verantwortung solcher Taten trägt immer der oder die sie ausführt.

Wir sind für Betroffene da und versuchen ganzheitlich zu helfen.

Zu jederzeit stellen wir den Willen unserer KlientInnen in den Vordergrund. Wir gehen individuell, flexibel und sensibel vor und nutzen sowohl die Ressourcen der Einzelnen,  wie auch die Vernetzung von Kooperationspartnern im Sozialraum.

 

Wir beraten, begleiten und beugen vor.
Betroffenheit alleine reicht nicht aus- Sexuelle Gewalt ist ein Thema, das uns alle angeht! An dieser Stelle schon mal herzlichen Dank für Ihr Interesse an diesem Thema.

Ihre Susanne Schröder(1. Vorsitzende) und Angela Donno (Geschäftsführerin)

SEXUELLE GEWALT

…ist eine Form der Gewalt, bei der die eigenen Bedürfnisse nach

Macht,
Anerkennung,
Körperkontakt,
Intimität,
sexueller Befriedigung,

gegen den Willen und auf Kosten
der körperlichen und seelischen Integrität
eines Menschen befriedigt werden.

Grauzone

Sexueller Missbrauch oder sexuelle Gewalt an Kindern ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor Mädchen und Jungen gegen deren Willen vorgenommen wird oder der sie aufgrund körperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen können.

Der Täter oder die Täterin nutzt dabei seine/ihre Macht- und Autoritätsposition aus, um eigene Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen.

Unsere Erfahrung ist, dass Opfer von sexueller Gewalt oft nicht wissen, dass das, was ihnen passiert ist, nicht ihre Schuld ist. In vielen Fällen dauert es sehr lange bis ein Opfer ihren/seinen TäterInnen anzeigt. Die TäterInnen kommen aus jeder sozialen Schicht, sind oft Menschen mit sehr gutem Ruf, und gelten in vielen Fällen als besonders kinderlieb. Wir sehen es ihnen nicht an! Sie kommen zu 90% aus dem nahen Umfeld der Opfer, sind Eltern, Geschwister, PädagogInnen, …

Die TäterInnen sind immer selbst verantwortlich für Ihr Tun!!

Geschlechterverhältnis

  • Täterin
  • Täter

Die Geschlechterverteilung in Fällen die bekannt werden ist sehr unausgeglichen. Es wird jedoch vermutet, dass es mehr weibliche Täterinnen gibt, jedoch die Hemmschwele darüber zu sprechen nochmal höher liegt als bei den Fällen in denen es sich um Täter handelt.

Verhältnis vom Betroffenen zum Täter/in

  • Soziales Nahfeld
  • nicht genannte / Fremdtäter*in
  • Familienangehörige

Noch in den 80-iger Jahren war die gesamte Prävention im Bereich sexuelle Gewalt auf die sogenannten Fremdtäter ausgerichtet. Kinder sollten sich gut abgrenzen lernen von Menschen, die sie nicht kennen. In der Statistik wird deutlich das mindestens in 80 % der Fälle der oder die Betroffene den Täter sehr gut kannte, sogar oft auch mit ihm verwandt ist.

Statistik der Betroffenen

Von den 13 Millionen minderjährigen Kindern in Deutschland erleben

1 Million sexuelle Gewalt  = 8%

Damit ist pro Schulklasse bei 20 SchülerInnen von

ein bis zwei betroffenen Kindern auszugehen, die mindestens einmal mit sexueller Gewalt konfrontiert waren.

Dunkelfeldstudien berichten, dass 15-30% aller Mädchen

und 5-15% der Jungen in ihrer Kindheit

sexuelle Gewalt erfahren haben.

=

Jedes vierte Mädchen und jeder zwölfte Junge

http://www.mikado-studie.de/index.php/sexueller-missbrauch.htm

Menschen mit Behinderungen sind in einem weit höheren Maße von sexueller Gewalt betroffen, als Menschen ohne Behinderungen.

Untersuchungsergebnisse zeigen:

64 % aller Frauen und 50 % aller Männer

Dies ist bis zu viermal mehr als

bei Menschen ohne Behinderung.

Wir sprechen von SEXUELLEM MISSBRAUCH

  • wenn ein erwachsener Mensch sich an einem Kind sexuell befriedigt/stimuliert
  • wenn ein Kind dazu aufgefordert wird, einen Erwachsenen sexuell zu stimulieren
  • das Anschauen und Herstellen von pornographischen Aufnahmen
  • das Überreden oder Zwingen, bei sexuellen Handlungen zuzusehen und/oder dabei zu sein
  • wenn ein Erwachsener die Intimbereiche eines Kindes berührt oder/und es überredet oder
    zwingt ihn/sie nackt zu betrachten

Kinder sind nie verantwortlich für sexuellen Missbrauch! Wer behauptet, ein Kind habe den/die TäterIn verführt oder provoziert hat UNRECHT! Kinder können die Tragweite von sexueller Gewalt nicht abschätzen. 

Sexueller Missbrauch bedeutet, dass ein Erwachsener oder Jugendlicher seine Machtposition benutzt, um sich sexuell zu befriedigen.
Da dies oft im nahen Umfeld der Opfer passiert, haben die Kinder meist eine Beziehung zum/zur TäterIn.

Wir sprechen von
VERGEWALTIGUNG

  • wenn eine Penetration stattgefunden hat.
  • wenn ein erwachsener Mensch einen anderen Erwachsenen oder Jugendlichen zu sexuellen Handlungen zwingt,
    sprechen wir von sexueller Gewalt, sexueller Belästigung oder sexueller Nötigung
  • Oft finden Vergewaltigungen auch innerhalb von Beziehungen statt. Wenn das NEIN einer Frau beispielsweise zum Geschlechtsverkehr nicht akzeptiert wird

Oft steht sexueller Missbrauch unter dem Deckmantel einer „Liebesbeziehung“, was es für die Opfer sehr schwer macht, sich zu wehren.
TäterInnen haben oft ganz subtile Methoden, ihre Opfer zum Schweigen zu verpflichten.
Ca. 20% der Taten werden von Frauen begangen. Es gibt eine sehr hohe Dunkelziffer.

Anteil Opfer sexueller Straftaten

Eine Statistik der Landesarbeitsgemeinschaft besagt, dass jedes 3. bis 4. Mädchen und jeder 7. bis 8. Junge, Opfer eines sexuellen Übergriffs werden.

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BERATUNGEN/JAHR
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CA. 70 SEXUALSTRAFTATEN IM SCHWARZWALD-BAAR-KREIS WERDEN DER GRAUZONE BEKANNT

ANGEBOTE FÜR BETROFFENE

Die Angebote der Grauzone, im Bereich Beratung und Begleitung stehen jeder Person für sie selbst kostenlos zur Verfügung. Die Kosten für eine Beratungsstunde belaufen sich auf 60,00 €. Diese Summe wird von Spendengeldern getragen. Wer sich finanziell in der Lage dazu fühlt, wird gebeten sich seinen eigenen Möglichkeiten entsprechend zu beteiligen.

Wir beraten direkt und indirekt betroffene Personen, Fachkräfte und Kooperationspartner, sowie Lehrkräfte JugendamtmitarbeiterInnen, und weitere Personengruppen.

 

In der persönlichen Beratung ist uns ein Anliegen ganzheitlich die aktuelle Situation gemeinsam zu reflektieren. Es ist nicht wichtig wie lange die Gewalterfahrung zurück liegt. Gemeinsam können im Beratungsprozess neue Wege der Bewältigung gefunden werden. Hierzu arbeiten wir gut vernetzt, um weitere Akteure im Sozialraum hinzuziehen zu können.

Die Beratungen für Fachkräfte oder Behörden und Institutionen gestalten sich häufig als Helferkonferenzen und so fließt unsere Expertise im Spezialgebiet Sexuelle Gewalt viel genutzt direkt in wichtige Entscheidungsprozesse mit ein.

 

Die Formen der Begleitung sind vielfältig. So begleiten wir wenn gewünscht betroffene Personen zur Anzeigenerstattung, zu ÄrtzeInnen, zu für sie wichtigen Gesprächen und vieles mehr. Fachkräfte begleiten wir in unsicheren Fällen und in der Abklärung von Verdachtsmomenten und fachlichen Einschätzungen, wenn gewünscht, im gesamten Prozess.

Prävention

Prävention von sexueller Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

 

GRAUZONE E.V. bietet unterschiedliche Formate an, um sich

diesem Thema professionell und in Begleitung zu nähern.

 

„Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden.

Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“

(J.W.Goethe)

 

Wir planen mit Ihnen im ausführlichen Vorgesprächpassgenaue Fortbildungenfür die Mitarbeitenden Ihrer Organisation, zugeschnitten auf Ihren Bedarf. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein individuelles Schutzkonzeptfür Ihre Einrichtung.

 

Weiterhin bieten wir auch Vorträge unabhängig oder ergänzend zu den Fortbildungenan.

Für einen persönlichen Beratungstermin stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Beratung

Wir beraten Sie in allen Fragen die das Thema sexuelle Gewalt betreffen.

 

  • Wir treffen uns mit Ihnen in unserem Beratungszimmer in Donaueschingen oder an einem anderen Ort Ihrer Wahl
    und tun nichts, ohne es zuvor mit Ihnen abzustimmen.
  • Wir reden mit niemanden über das was Sie uns erzählen (Schweigepflicht).
  • Unsere Beratung ist kostenlos.
  • Unsere Präventionsprojekte sind in der Regel mit Kosten verbunden. Wir sind Ihnen bei der Finanzierung gerne behilflich.

 

Jeder kann sich an uns wenden !

 

  • Jede Frau, jedes Kind und jeder Mann, der/ die selbst von sexueller Gewalt betroffen ist oder war
  • Wer von jemandem weiß die/der betroffen ist
  • Wer sexuelle Gewalt in irgend einem Zusammenhang vermutet
  • Wer selbst gewaltpräventiv arbeiten möchte

 

Fonds sexueller Missbrauch

Wir beraten Sie gerne bei der
Antragstellung zum Fond Sexueller Missbrauch !

Begleitung

Wir begleiten Sie, wenn Sie nicht alleine zur/zum TherapeutIn gehen möchten.

Ebenso sind wir für Sie da, auf dem Weg zur Anzeige, zu allen Menschen oder Stellen, die notwendigerweise im Laufe
einer Anzeige bei Gewaltdelikten betroffen sind oder einbezogen werden.

Beispielsweise zum/zur AnwaltIn, zum Jugendamt, zur Polizei, zum/zur GynäkologIn

PARTNER & LINKS

Wir sind mit folgenden Einrichtungen vernetzt und im
ständigen Austausch:

  • Suchthilfe
    Fachstelle Sucht des badischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation

Historie

Grauzone e.V. entstand 1992 durch die Initiative einer betroffenen Mutter. Ihre Tochter hatte sexuelle Gewalt erlebt und beide wünschten sich Beratung und Unterstützung.

Da die Mutter keine Anlaufstelle mit spezieller Expertise zum Thema sexuelle Gewalt finden konnte, gründete sie mit einigen weiteren Frauen Grauzone e.V. als Anlaufstelle für Betroffene und indirekt Betroffene. Bald schon kamen professionelle SozialarbeiterInnen dazu.

Bis 2001 wurde der Verein ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Frauen getragen. 2005 war der Verein bereits so gewachsen, dass der Hilfebedarf in der Gesellschaft die Kräfte und Ressourcen der Ehrenamtlichen überschritten waren. Es wurde die erste  hauptamtliche 50% Stelle eingerichtet wird.

Grauzone e. V. kann heute auf einen fortschreitenden Prozess der Weiterentwicklung zurückblicken und so arbeiten mittlerweile drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, mehrere Honorarkräfte und viele Ehrenamtliche mit großem Engagement an den gemeinsamen Zielen: Eindämmung von Sexueller Gewalt und Hilfe für Betroffene.

FINANZIERUNG

85% der Kosten unserer Arbeit müssen über Spenden
finanziert werden.
Momentan werden wir noch regelmäßig durch den Schwarzwald–Baar-Kreis und einige private Spender unterstützt, wofür wir sehr dankbar sind.
Ansonsten erhalten wir keine öffentlichen Gelder.
Landesmittel standen uns leider nur für eine gewisse Zeit
zur Verfügung.
Wir sind also auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen.

Unterstützen Sie uns mit einer Einmalspende,
einem Dauerauftrag oder einem Spendenaufruf
anstelle von Geschenken zu Ihren persönlichen Feierlichkeiten
.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die wertvolle Beratungsarbeit unserer Fachkräfte, die die Opfer von sexueller Gewalt hier im Schwarzwald- Baar – Kreis unentgeltlich beraten.

SPENDENKONTO

Grauzone e.V.
Sparkasse Schwarzwald-Baar
Konto 0151031590
BLZ 694 500 65

IBAN DE24694500650151031590
BIC SOLADES1VSS

Selbstverständlich stellen wir auf Wunsch eine Spendenbescheinigung aus.

HELFEN SIE JETZT
UND SPENDEN SIE !!!

MITGLIEDER

Mitgliedsbeiträge:

25 € Jahresbeitrag
15 € Schüler und Studenten
40 € Familienbeitrag

Flyer der Grauzone e.V. mit Beitrittserklärung

Grauzone e.V. Hilfe bei sexueller Gewalt. Sie können uns jederzeit eine Nachricht hinterlassen. Termine nach Vereinbarung.

Kontaktinformationen

Mühlenstraße 42, 78166 Donaueschingen

0771-4111

Mo / Mi / Fr 8:30 - 10:00